Rentenversicherungen sind sexier, als ihr denkt

Junge Erwachsene zwischen 17 und 27 Jahren sehen überwiegend optimistisch in die Zukunft. Fast jeder Zweite rechnet mit einer sehr guten oder guten Entwicklung Deutschlands in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Der persönliche Zukunft sehen sogar 9 von 10 jungen Erwachsenen optimistisch entgegen. Die seit Jahren unveränderten positiven Aussichten drücken sich auch in einem gleichbleibenden Sparverhalten aus. Nach wie vor sparen etwa 85% der jungen Erwachsenen regelmäßig oder ab und zu. Jedoch wird zunehmend für andere Dinge, als die Altersvorsorge gespart und wenn doch, dann sind vor allem die Rentenversicherungen die Verlierer der letzten 10 Jahre bei den jungen Erwachsenen.

 

Vielleicht sind Rentenversicherungen einfach nicht so sexy, wie Aktien und Investmentfonds. Vielleicht ist aber auch das Vertrauen in unsere Branche so schlecht, dass sogar das altbekannte Sparbuch der Banken noch beliebter ist. Wir wissen es nicht. Aber wir wollen unseren Teil dazu beitragen dich aufzuklären. Daher nehmen wir uns die Jugendstudie der Metall Rente zum Anlass die scheinbar verstaubte Rentenversicherung in diesem Beitrag gebührend zu feiern. Denn für uns steht eins fest: Die Rentenversicherung ist dank der lebenslangen, garantierten Rente nach wie vor die geeignteste Form der Altersvorsorge!

Die Jugendstudie der Metall Rente


Es wurden 2.500 Junge erwachsene im alter zwischen 17 und 27 jahren zur ihren einstellungen zu Finanz- und vorsorgethemen befragt. Die Studie wurde bereits zum vierten mal durchgeführt und zeigt somit auch den Zeitverlauf über die letzten 10 Jahre auf.

#1

Immer weniger Jugendliche sorgen für ihr Alter vor.


Nur 48 Prozent aller jungen Leute sparen für ihre Altersvorsorge. 2010 waren es noch 55 Prozent. Regelmäßig sparen sogar nur 32 Prozent für die Rente. 2010 taten das noch 39 Prozent.

#2

Besonders Vollzeitbeschäftigte sparen weniger fürs Alter als noch vor zehn Jahren.


Die Altersvorsorgesparer-Quote lag bei ihnen in den Jahren 2010 noch bei 76 Prozent. Sie ist auf 62 Prozent im Jahr 2019 gesunken.

#3

Doch Gut zwei Drittel der jungen Generation sorgt sich um ihr Auskommen im Alter.


68 Prozent haben Angst davor, nur eine geringe Rente zu bekommen und in Altersarmut zu fallen.

#4

Und Fast AllEN ist bewusst, dass zusätzliche vorsorge notwendig ist


86 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass immer mehr Menschen im Alter arm sein werden, wenn Sie nicht vorsorgen


Wie sparen junge erwachsene für die altersvorsorge

Die Jungen Erwachsenen Sparen insgesamt weniger für die Altersvorsorge als noch vor 10 Jahren. Die sinkende Tendenz geht noch mit einer umverteilung der sparformen einher. Riskante Anlagen verdrängen die herkömmlicheN SparMethoden in der Niedrigszinsphase.

#5

Die jungen Erwachsenen nehmen Immer mehr den Staat in die Verantwortung


56 Prozent der Jugendlichen, die zwar sparen – aber nicht fürs Alter – sind der Überzeugung, dass der Staat für die Altersvorsorge zuständig ist. 2010 gaben das nur 42 Prozent an.

#6

Bausparverträge und Renten-versicherungen werden seLTener genutzt


Während 2010 noch 58 Prozent der Sparer einen Bausparvertrag für die Altersvorsorge nutzten, sind es 2019 nur noch 42 Prozent. Bei der Riester Rente ist der Einbruch mit 19 Prozent noch stärker. Nur die betriebliche Altersvorsorge konnte Zuwachs verzeichnen.

#7

Das Sparbuch ist weiterhin die Sparform Nummer 1, jedoch nehmen aktien zu


Ähnlich wie die Gesamtbevölkerung zeigen sich die 17 bis 27 Jährigen  überwiegend vorsichtig und konservativ. Daher ist das Sparbuch mit 61 Prozent nach wie vor die häufigste Sparform. Aktien und Investmentfonds haben jedoch deutlich zugenommen und liegen nun bei 28 Prozent.

#8

DAs ANlageverhalten von Männern ist riskanter, als von Frauen


Während bei den Altersvorsorgesparern 35 Prozent der Männer in Aktien und Investmentfonds inverstieren, sind es bei den Frauen mit 19 Prozent deutlich weniger.


Lebenslange renten oder einmalkapital?

Warum ist am Ende meines einmalkapitals noch so viel leben da

Das Sparbuch, der Bausparvertrag, der Depotsparplan, usw. haben gemein, dass sie dir zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Einmalkapital zur Verfügung stellen. Von dem ansparten Kapital kannst du dann in der Rente zehren. Allerdings weißt du ja zu Beginn der Rente noch nicht, wie alt du wirklich wirst. Es könnte also sein, dass dein Kapital aufgebraucht ist, du aber noch einiges an Lebenszeit vor dir hast.

Beispiel

Du willst mit 67 in Rente gehen und hast 250.000 Euro Einmalkapital angespart. Je nach dem wie alt du wirst, reicht das Kapital für eine monatliche Rente von

  • ca. 2.600 Euro im Monat, wenn du nur 75 Jahre alt wirst
  • ca. 1.150 Euro im Monat, wenn du 85 Jahre alt wirst
  • ca. 745 Euro im Monat, wenn du 95 Jahre alt wirst
  • ca. 550 Euro im Monat, wenn du sogar 105 Jahre alt wirst

Hast du also damit gerechnet nicht ölter als 85 Jahre zu werden und dir jeden Monat 1.150 Euro vom Kapital entnommen, ist dein Geld mit 85 aufgebraucht. Wenn du zwischendurch noch für andere Anschaffungen an das Kapital gegangen bist, wird es noch schneller leer sein. Um mehr aus den 250.000 Euro zu machen, könntest du das Geld auch gewinnbringend anlegen. Dann wärst du aber auf Anlagen angewiesen, bei denen das Geld auch kurzfristig zur Verfügung steht und der Verwaltungsaufwand würde dadurch deutlich steigen. Zudem müsstest du die erwirtschafteten Gewinne versteuern.

 

Es hat einige Nachteile die Altersvorsorge aus einem Einmalkapital zu bestreiten.

  NICHT PLANBAR

HOHER VERWALTUNGSAUFWAD

GEWOHNHEIT
MEHR STEUERN
Du kannst nicht wissen, wie alt du wirklich wirst. Daher weißt du auch nicht, wie lange das angesparte Kapital reichen muss. Im schlimmsten Fall ist am Ende des Geldes noch Lebenszeit übrig. Die Verwaltung des Kapitals verursacht Papierkram. Mit 60 kannst du das vielleicht noch regeln, aber mit 80 oder 90? Dein gesamtes Arbeitsleben warst du es gewohnt von Monat zu Monat zu leben und nun sitzt du auf einen großen Kapitalberg. Das verlockt schnell zum MEHR Geld ausgeben. Bei einer Rentenversicherung gibt es erhebliche Steuervorteile im Vergleich zu Einmalkapitalauszahlungen.

Die Rentenversicherung hingegen zahlt eine garantierte, lebenlange rente

Die Rentenversicherung ist die einzige Möglichkeit eine garantierte, lebenslange Rente zu erhalten, egal wie alt du wirst. D.h. die Rentenversicherung leistet auch, wenn dein Kapital bereits aufgbraucht ist. Das Risiko trägt der Versicherer. Das ist sehr sinnvoll, denn keiner von uns weiß, wie alt er/sie wirklich wird. Wie lange unsere Ersparnisse im Alter ausreichen müssten, lässt sich mit diesem Unwissen kaum abschätzen. Viele Menschen werden zudem deutlich älter, als sie selbst erwarten.

 

Laut Umfrage des Ipsos-Instituts rechnen die Deutschen mit einer eigenen Lebenserwartung von 82 Jahren. Tatsächlich lag die Lebenserwartung eines 1990 geborenen Jungen zu seiner Geburt in diesem Bereich. Laut Generationssterbetafel hat er eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83,7 Jahren. Aber es ist eben die durchschnittliche Erwartung. Somit wird jeder Zweite 1990 geborene Mann vermutlich älter, als 83,7 Jahre. Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung im Laufe des Lebens erheblich ansteigt. Hat der 1990 geborene Mann 2035 das 45. Lebensjahr vollendet, wird er bereits eine durchschnittliche Lebenswerwartung von 85,5 Jahren haben. Ist er erstmal 85 steigt die Lebenserwartung sogar noch auf 93 Jahre an.

 

Da muss ich 100 Jahre alt werden, damit sich das lohnt"

Die Versicherer rechnen jedoch mit deutlich höheren Lebenserwartungen und das ist ein sehr großer Kritikpunkt in der öffentlichen Meinung. Oft hören wir deshalb Sätze wie "Da muss ich 100 Jahre alt werden, damit sich das lohnt". Was die meisten nicht wissen oder nicht bedenken ist, dass die Lebensversicherer nicht einfach die vom statistischen Bundesamt berechnete Lebenserwartung übernehmen dürfen. Sie müssen zahlreiche Sicherheitsaufschläge einrechen und nutzen daher die Rentenversicherungstafeln der DAV mit Sicherheitsaufschlägen.

 

DIE VERSICHERER SIND ZUR VORSICHTIGEN KALKULATION DER LEBENSERWARTUNG VERPFLICHTET

Die Versicherer geben für Millionen Menschen garantierte Leistungsversprechen ab, an die sie über viele Jahrzehnte gebunden sind. Nur mit möglichst vorsichtiger Kalkulation kann gewährleistet werden, dass alle Versicherten ihre Leistungen ausgezahlt bekommen, auch wenn die Lebenserwartung stärker steigt, als erwartet. Deswegen sind die Versicherer sogar verpflichtet vorsichtig zu kalkulieren!

Beispiel

Stell dir vor es ist 1987.

Du bist ein Versicherer und musst abschätzen,

wieviele von 100.000 Männern, die aktuell 65 Jahre alt sind,

in 20 Jahren (2007) noch leben?

 

12.000 Männer?  21.000 Männer?  32.000 Männer?

Das Statistische Bundesamt hat sich mal eben um schlappe 50% vertan und hatte nur mit 21.770 Männern gerrechnet. Sogar die Versicherer - die sehr vorsichtig kalkulieren, hatten nur 26.126 Männer erwartet. Tatsächlich haben 32.472 Männer das 85. Lebensjahr erreicht - und damit viel mehr als einkalkuliert. Sowas kann natürlich mal passieren, aber eben nur mal. Würde der Versicherer ständig zu knapp kalkulieren, könnten die Leistungsversprechen der Versicherten nicht mehr eingehalten werden. Damit die Kunden bei im Gegenzug bei einer zu vorsichtigen Kalkulation nicht leer ausgehen, gibt es einen ganz einfachen Menchanismus: die Überschussbeteiligung! 

 

DIE VERSICHERER MÜSSEN DIE RISIKOÜBERSCHÜSSE AN DIE VERSICHERTEN AUSZAHLEN

Hätte der Versicherer in dem Beispiel mit 40.000 Männern gerechnet und damit deutlich zu vorsichtig kalkuliert, wären sogenannte Risikoüberschüsse entstanden. Die Versicherer müssen diese Überschüsse an die Versicherten weitergeben. Sollten sie also tatsächlich zu vorsichtig kalkuliert haben, fließen mindestens 90 Prozent der Risikoüberschüsse laut Mindestzuführungsverordnung an die Versicherten zurück. Bei der Rentenversicherung erfolgt die Überschussbeteiligung in der Regel in Form von Rentenerhöhungen.

 

Hat der Versicherer Risikoüberschüsse erwirtschaftet, werden diese an die Versicherten ausgezahlt

Mit einer Rentenversicherung kannst du 100 Jahre alt werden und bekommst immernoch eine Rente. Das ist für die Altersvorsorge unserer Meinung nach alternativlos. Die lebenslange Rentenleistung hat kein Sparbuch oder Depotsparplan im Angebot. Entscheidest du dich deine Altersvorsorge nicht über eine Rentenversicherung, sondern über ein Einmalkapital zu bestreiten, trägst du dein eigenes Langlebigkeitsrisiko und das kann sehr, sehr teuer werden. Bevor du die Rentenversicherung verbannst, frage dich daher bitte: Willst du wirklich das finanzielle Risiko für ein langes Leben tragen?  Denn sind wir mal ehrlich... wünschen wir uns nicht alle ein langes und gesundes Leben? Sehen wir nicht überwiegend positiv in die Zukunft wie die anfänglich erwähnten 9 von 10 jungen Erwachsenen?

Warum sollten wir dann bei der Planung der Altersvorsorge von dem genauen Gegenteil ausgehen?

 

Was denkst du über Rentenversicherung?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar

Aylin & SOphie

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